Einheit und Stärke – das war das Erkennungszeichen des Vereins «Stiller Protest», welcher im Herbst 2020 aufgrund der immer autoritärer anmutenden Covid-Massnahmen entstand und innerhalb von wenigen Monaten zur treibenden Kraft des sichtbaren Widerstands avancierte. Die Gründer des Vereins verstanden es stets, die richtige Dosis zu finden, sei es bei den Intervallen der einzelnen Anlässen wie auch im Umgang mit den immer zahlreicher werdenden Demonstranten, welche in den Protestmärschen vor allem ein Ventil fanden, um ihrem Unmut über die aktuelle politische Situation Luft zu machen. Rund ein Jahr später erkannte die Vereinsspitze, dass es immer schwieriger wurde, die teils agressiven Auswüchse innerhalb der Bewegung im Griff zu behalten und zogen sich deshalb aus dem sichtbaren Widerstand zurück.

Autor :markus

Die Aspiranten für die Übernahme waren schnell gefunden: Nicolas Rimoldi vom Verein «Mass-voll» schien nur auf diese Gelegenheit gewartet zu haben und übernahm fortan das Zepter. Mit seiner forschen, teils gar agressiven Rethorik schaffte sich der ehemalige Jungpolitiker nicht nur Freunde: Vielen war er zu laut und seine verbalen Attacken gingen vielen zu nah an die Gürtellinie. Wie so oft, wenn einer das Rampenlicht sucht und nicht konsensfähig ist, ereilte auch Rimoldi und seinen Verein das Schicksal mit Ansage: Der Vorstand von Mass-voll teilte sich in zwei Lager und in der Folge gründeten die Menschen, welche Rimoldi nicht weiter folgen wollten, einen neuen Verein. Seither ist es um die Bewegung sehr ruhig geworden und der Vorstand ist auf vier Mitglieder geschrumpft; Mass-Voll droht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken.

Nun, nachdem auch der sogenannte «Freiheitskämpfer» massgeblich an Relevanz verloren hat, scheint sich der Widerstand zu verselbstständigen: Plaktative Aufrufe hüben und drüben suggerieren den Menschen im Widerstand, dass es weiterhin organisierte Demonstrationen gibt und lotsen sie vor allem nach Bern und Zürich. Vor Ort folgt dann rasch die Ernüchterung: Anstatt der angekündigten 150’000 kommt man beim Zählen kaum auf 100 Demonstranten, welche in erster Linie die Einsatzkräfte der Polizei beschäftigen und vielleicht als Nebeneffekt ein verständnisloses Kopfschütteln sowohl bei Massnahmenkritikern wie bei den Befürwortern erhaschen. 

Unter dem Strich muss man festhalten, dass diese selbsternannten Demo-Organisatoren der Bewegung nicht nützen, sondern sie nachhaltig schädigen. Menschen, welche den Aufrufen bislang gefolgt waren, werden in naher Zukunft nicht mehr an Demos gehen. Dies ist gerade im Hinblick auf den heute verkündeten Wegfall von fast allen Covid-Massnahmen äusserst fatal. Denn eines so sicher ist wie das Amen in der Kirche: Die Massnahmen sind nicht beendet, sondern nur sistiert, um spätestens im Herbst mit noch grösserer Härte zurückzukehren.

Warum wir das behaupten? Ganz einfach: Wir sahen und sehen Corona im Zusammenhang mit dem Great Reset, welchen Klaus Schwab angedacht hatte und welcher nun von praktisch allen Landesregierungen mitgetragen und umgesetzt wird. Die Agenda 2030 ist kein Hirngespinst, sondern ein real existierender Plan zur Umwälzung von allem, was wir bis heute unser «normales» Leben nannten. Wenn die Weltbank im Jahr 2020 bereits wusste, dass die Pandemie erst im Jahr 2025 beendet ist, gibt es für uns keinen Grund zu jubeln. Ganz im Gegenteil! Jetzt im Widerstand nachzulassen ist exakt das, was unsere Landesregierung mit den Lockerungen bezweckt. Die Menschen sollen sich entspannen und glauben, dass das Leben nun wieder «normal» sei. Einigermassen erholt und teilweise bereits wieder im Dämmerschlaf wird sie die nächste Salve des Umbruchs umso härter treffen.

Es ist vorbei? Mitnichten. Es hat gerade erst begonnen.

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